Wer wir sind und was wir wollen

Eine Leipziger Beratungsstruktur für selbstorganisierte Projekte:
Wir beraten selbstverwaltete und gleichberechtigt organisierte Gruppen. Dabei stehen Gruppen, die Hausprojekte in Selbstverwaltung aufbauen (wollen) im Vordergrund, doch auch wirtschaftlich arbeitende Kollektivbetriebe und politische Initiativen in verschiedenen Phasen des Projekts können sich an uns wenden.
Die „AG Beratung“ möchte eine Anlaufstelle für Fragen rund um Themen aus selbstorganisierten Projekten sein: Neue Gruppen, die den Erfahrungsaustausch suchen, können wir an bestehende Projekte weitervermitteln; interessierte Externe, die eine Schnittstelle in die Leipziger Szene selbstverwalteter Projekte suchen, können sich an uns wenden.Wir vermitteln ReferentInnen für Vorträge und Workshops.

Was wir können

Wir bringen jede Menge praktisches Wissen aus eigenen Projektgründungen und -erfahrungen, Erwerbstätigkeit sowie durch Aus- und Fortbildungen mit. Einzelne von uns haben Erfahrungen in ganz verschiedenen Bereichen:

  • Gründung, Konzeptentwicklung, Gruppenfindung
  • Rechtsformen für Hausprojekte
  • Finanzen, Fördermittel und Verwaltung
  • Entscheidungsfindung und Entscheidungsstrukturen
  • Bau (Bauprozesse in Gruppen, ökologisches Bauen)
  • Stadtentwicklung, Stadtpolitik und Städtebauförderung
  • Unsere Unterstützungsmöglichkeiten erstrecken sich auf punktuelle und projektbegleitende Beratungen. Wo wir selbst nicht beraten können oder dürfen (z.B. aus juristischen Gründen bei Rechts- und Steuerberatung) vermitteln wir an externe ExpertInnen, die mit der Perspektive selbstverwalteter Projekte vertraut sind.

    Unsere Grundsätze

    Wir kommen alle aus verschiedenen selbstverwalteten Projekten und haben Erfahrungen in Kollektivhäusern gesammelt. Diese wollen wir weitergeben, damit neue Initiativen nicht lange vor denselben Problemen stehen oder gar daran scheitern. Unser Anliegen ist es, Gruppen zu helfen, das umzusetzen, was sie sich vorgenommen haben.
    Wir machen die Beratung nicht, um reich zu werden, oder weil wir sonst nichts zu tun haben. Auch bei uns gibt es Kapazitätsgrenzen, deshalb kann nicht alles sofort beantwortet werden.
    Wir haben einen emanzipatorischen Ansatz. Das heißt: wir wollen nicht in erster Linie Arbeit abnehmen, sondern sehen uns eher als „TrainerInnen“, die Einzelpersonen und Gruppen dazu ermächtigen, Zugang zu bestimmten Sachgebieten zu bekommen und komplizierte Fragestellungen leichter entscheiden zu können. Und wenn ihr hinterher besser Bescheid wisst als wir, umso besser, dann laden wir euch ein, das Wissen zu teilen.
    Wir wissen nicht alles. Deshalb bilden wir uns weiter. Und deshalb sagen wir auch, wenn wir etwas nicht wissen, und vermitteln, wenn nötig an entsprechende ExpertInnen weiter.
    Wir machen die Beratung, weil wir damit Bestrebungen unterstützen wollen, die eine solidarische Gesellschaft für alle anstreben. Selbstverwaltete Häuser und Initiativen sind ein wichtiger Teil dieser Bewegung. Das heißt auch: wir verstehen uns nicht als DienstleisterInnen, sondern wollen mit euch ins Gespräch kommen. Im Zweifelsfall, wenn wir etwa nicht sehen, wo ein Projekt zumindest solidarische Grundzüge hat, sagen wir auch mal „Nein danke.“

    Unser Umgang mit Geld

    Die monatliche offene Projektberatung ist kostenfrei. Für Beratung, die darüber hinaus geht, klären wir zu Beginn des Prozesses ab, was ihr erwartet und wir anbieten können.
    Bei Honoraren orientieren wir uns dabei auch an euren Möglichkeiten.