Offene Projektberatung am 1. Juni

Die offene Projekteberatung des Haus- und WagenRat e.V. lädt wieder ein: am 1. Juni 16 – 18 Uhr im Laden der „autodidaktischen Initiative“ Georg-Schwarz-Str. 19.

Wenn du dich schon lange mit der Idee trägst, Teil eines Hausprojektes zu werden, wenn du Anschluss an ein bestehendes Projekt suchst oder Mitstreiter für dein eigenes Projekt; oder wenn ihr schon etwas konkreter als Gruppe am überlegen seid und euch fragt, welches der nächste Schritt ist, dann ist die Erstberatung die richtige Anlaufstelle.

Di 31.3. Besichtigung und Infoabend Wohnprojekt in Reudnitz-Thonberg

EINLADUNG zu

Besichtigung und Infoabend Wohnprojekt Carpzovstraße

Dienstag, 31.3. 16 – 19:30 Uhr

16 – 18 Uhr Besichtigung (Treffpunkt um 16 Uhr Carpzovstraße 38)
18 – 19:30 Uhr Infoabend (Ort ist ausgeschildert)

Von 16 bis 18 Uhr können zunächst die leerstehenden Wohnungen besichtigt werden. Ab 18 Uhr wollen wir uns in einer der Wohnungen zusammensetzen, um über den Rahmen des Projekts und die Ideen der bisherigen Kerngruppe zu sprechen.

Neue Interessierte sind herzlich willkommen!

Zum Hintergrund:

In den vier Häusern Carpzovstraße 32-38 in Thonberg stehen zur Zeit 12 Wohnungen leer. Die Häuser gehören der Vereinigten Leipziger Wohnungsgenossenschaft (VLW) eG, die mit dem Projekt neue Wege beschreiten will. Der Haus- und WagenRat e.V. begleitet das Projekt.

Gesucht wird eine Gruppe von Interessierten, die die Wohnungen nach ihren Vorstellungen bewohnen möchte und dazu gemeinschaftlich anmietet und (teilweise) im Selbstausbau nutzbar macht.

Entstehen soll ein in die Nachbarschaft integriertes Gemeinschaftswohnprojekt. Dabei sollen Modelle von Selbstverwaltung in den Häusern experimentell erprobt werden, insbesondere
– die Organisation in einem eigenen Häuserverein mit Generalmietvertrag (und damit die Möglichkeit, Wohnräume unkompliziert den Bedürfnissen der Beteiligten anzupassen; solidarische Mietmodelle zu erproben)
– ein kleiner Häuserfonds in der Verwaltung der Mieter_innen
– gemeinschaftlich abgestimmte Gestaltung der Freiflächen (Hof/Garten)
– Gemeinschaftsräume.

Die Miete für das Gesamtwohnprojekt wird dauerhaft „Hartz-IV-tauglich“ sein. Das Projekt verfolgt eine langfristige Perspektive, die mittels Nachbelegungsrechten alle vier Häuser umfasst (d. h. weitere Wohnungen können nach und nach ebenfalls in den Häuserverein aufgenommen werden). Bereits von Beginn des Projekts an sollen darum auch Bestandsmieter_innen einbezogen werden. Entstehende Selbstverwaltungsstrukturen sollen auch ihnen offen stehen. Leitend ist die Idee einer Hausgemeinschaft, in der sich alle Mieter_innen wohl fühlen und einbringen können.

Sobald eine stabile Gruppe gefunden ist kann es losgehen!

Mehr Infos beim Besichtigungstermin
sowie bei der AG Beratung des Haus- und WagenRat e.V.

Kontakt: 01575 54 99 602 oder per E-Mail an agberatung [at] notraces.net

Leipziger Wohnprojekte-Tag am 24. April

Am Freitag, dem 24. April 2015 findet der 7. Leipziger Wohnprojekte-Tag statt.

Von 10 – 16 Uhr widmet sich ein Fachforum dem Thema „Mehr als Wohnen – Selbstorganisierte Wohnprojekte zwischen Experiment und Wohnungsmarkt”. Danach bietet ein „Markt der Möglichkeiten“ Raum für Gespräche.

Das ausführliche Programm.

Eine Sanierung der Unterkunft für Geflüchtete in der Torgauer Straße verpasst die Chance auf selbstbestimmtes Wohnen und alternative Wohnkonzepte

Am Mittwoch, dem 25.2.2015 beschloss der Leipziger Stadtrat die Sanierung und Erweiterung der Massenunterkunft für Geflüchtete in der Torgauer Straße von bisher 390 auf 520 Plätze. Das Netzwerk »Leipzig – Stadt für alle« und der »Haus- und WagenRat e.V.« lehnen diesen Ausbau ab und sprachen sich aus diesem Anlass dafür aus, menschenwürdiges Wohnen für Geflüchtete zu ermöglichen – dezentral und selbstbestimmt.

Die ausführliche Stellungnahme beleuchtet die Thematik im Zusammenhang mit der aktuellen wohnungspolitischen Debatte in Leipzig und zeigt ganz konkret Alternativen zur Massenunterbringung auf.

Presse dazu: LIZ vom 28.2.: Abreißen statt nutzen-Warum richtet Leipzig seine eigenen Immobilien nicht für die Asylunterbringung her?

12./13. Februar: Film „Verdrängung hat viele Gesichter“

Der Haus- und WagenRat lädt ein:

Verdrängung hat viele Gesichter
Eine Milieustudie am Beispiel von „Baugruppen“

Film + Diskussion
12. und 13.02. 19:30 Uhr
Cineding, Karl-Heine-Str. 83

Dokumentarfilm Deutschland 2014, 94min, Regie: Samira Fansa, André Weinreich

Berlin. Ein kleiner Kiez zwischen Ost und West. Verwilderte Brachen am ehemaligen Mauerstreifen. Motorsägen und Baukräne. Neubauten, Eigentumswohnungen und steigende Mieten. Versteckte Armut, AltmieterInnen, zugezogene Mittelschicht, Architekten, Baugruppen. Auf engstem Raum wird ein Kampf ausgetragen. Von Gesicht zu Gesicht. Direkt. Ohne Blatt vor dem Mund. Ängste artikulieren sich. Auf allen Seiten. Wut verschafft sich Ausdruck. Ein Kampf um Millimeter. Um den Kiez. Um Würde. Und um das eigene Leben.

Am 12. und 13.2. in Anwesenheit des Filmteams.
Diskussion mit Vertreter_innen von Haus- und WagenRat, Bündnis „Stadt für alle“ und Bündnis „nowhere“ Leipzig.

Website und Trailer des Films:
berlingentrification.wordpress.com